Bienengift
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Es wird in den Giftdrüsen der Bienen produziert. In flüssiger Form ist es wasserhell, hat einen aromatischen Geruch und schmeckt bitter. Der PH-Wert ist etwa 5,2. Rund 57% der Trockensubstanz des Giftes bestehen aus Proteinsubstanzen.

So unangenehm ein Bienenstich auch ist, so kennt man doch seit Jahrhunderten auch die Heilwirkung des Bienengiftes. Das MCD - Peptid und das Melittin lösen die Hüllen der Gewebsmastzellen, die überall in unserem Körper vorhanden sind, auf und setzen die in ihnen enthaltenen entzündungsfördernden Substanzen, vor allem Histamin frei. Die Einstichstelle rötet sich, schwillt an, erwärmt sich. Das hat besonders bei neuralgischen und rheumatischen Erkrankungen eine gute Wirkung.

Im Altertum ließ man die Bienen einfach in die erkrankten Muskeln stechen. Später zwang man die Bienen in Stoff, Leder, Papier usw. Zu stechen. Das Gift musste dann mühsam extrahiert werden. Oder man versetzte die Bienen durch Äther oder Alkohol in einen Erregungszustand, damit sie das Gift abspritzen. Heute gewinnt man das Bienengift mit Stromstößen von etwa 12 Volt. Pharmazeutische Betriebe bereiten das Produkt auf und verarbeiten es weiter.