Pollen

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Blütenstaub, der Pollen, ist die Eiweißernährung der Bienen. Er bleibt beim Nektarsammeln im Haarkleid der Bienen hängen, wird an den Hinterbeinen in den Pollenkörbchen verstaut und in den Pollenhöschen in den Stock getragen, in die Wabenzellen abgestreift und zum Schutz mit einer Schicht Honig abgedeckt. Der in den Zellen eingelagerte Pollen wird als Bienenbrot bezeichnet. Es finden wichtige chemische Reaktionen statt.

Ein Bienenvolk benötigt im Jahr etwa 25-45 kg Pollen. Im Spätsommer werden die im Pollen enthaltenen Proteine und Fette als Körperreserve angelegt, um für die Ernährung der Frühjahrsbrut zur Verfügung zu stehen.

Blütenstaub enthält etwa 20-25 bekannte Aminosäuren. Der Roh-Eiweißgehalt schwankt zwischen 7 und 35%. Enthalten sind auch Fette, vor allem die mehrfach ungesättigten Fettsäuren Linol-, Linolen- u. Archidonsäure. Er ist reich an Vitaminen, unter anderem das Vitamin P (Rutin), Mineralstoffen und Spurenelementen.

In unserer Zeit gewann der von den Bienen gesammelte Pollen mehr und mehr an Bedeutung als menschliches Kräftigungs- und Heilmittel. Er wird in geringen Mengen verabreicht als Stärkungsmittel und biologisches Stimulans bei älteren Menschen empfohlen. Man spricht ihm auch eine gute Wirkung bei der Behandlung von Prostataleiden zu. Bei manchen Menschen kommt es jedoch zu heftigen allergischen Reaktionen.