Wabenbau

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Der Wabenbau und die Aufgaben der drei Bienenwesen

Der Wabenbau der Honigbiene wird seit alters her als ein besonderes Wunderwerk der Natur bestaunt. Der Bauplan, das An- u. Ineinanderfügen der sechseckigen Zellreihen beiderseits der Mittelwand, gewährt bei geringstem Materialaufwand das größtmögliche Fassungsvermögen und Stabilität. Die Waben der Honigbiene hängen senkrecht im Stock. Die Zellen sind in einem Winkel von ca.5 Grad leicht nach oben geneigt. Dadurch wird die Tragfähigkeit erhöht und der Honig kann nicht auslaufen. Die Wabenzellen werden als Brutzellen, als Nahrungsspeicher für Honig und Pollen und zur Temperaturregulierung verwendet.

Im Wabenbau finden wir 3 verschiedene Zellentypen: 

Arbeiterinnenzellen

dienen der Aufzucht der Arbeiterinnen sowie der Lagerung von Honig und Pollenvorräten. Die Arbeiterinnenzelle misst im Durchmesser 5,37mm,die Tiefe beträgt etwa 12mm. Die Arbeiterinnenbrutwabe ist durchschnittlich 25mm stark. Der Abstand von Mittelwand zu Mittelwand beträgt 35mm.

Drohnenzellen

haben einen Durchmesser von 6,91mm und eine Tiefe von 16mm. Die Stärke der Drohnenwabe beträgt daher ca. 30-32mm. Dadurch werden oft benachbarte Waben bis auf den Zellgrund abgetragen, um die Bewegung der Bienen in den Wabengassen nicht zu behindern.

Weiselzellen

(Königinnenzellen) werden zapfenartig nach unten hängend meist am Wabenrand errichtet (Weiselnäpfchen). Sie dienen ausschließlich zur Aufzucht von Königinnen und finden nur einmal Verwendung. Da sie 20-25mm lang sind, könnte eine Königin sie ein zweites Mal nicht mehr bestiften. Dieser Vorgang erfolgt schon im Näpfchenstadium. Mit der heranwachsenden Königinnenmade erreicht auch die Zelle ihre endgültige Größe. Nach dem Schlupf der Königin wird die Zelle mehr oder weniger wieder von den Bienen abgetragen.

Verfasser: Wilhelm Krbez, im Mai 2002